Ford misst "gefühlte" Temperatur auf Oberflächen
Mit einem neuen Temperaturmessgerät können Ford-Ingenieure seit neuestem auch die "gefühlte" Temperatur von Oberflächen messen. Ziel ist die weitere Verbesserung der Haptik im Fahrzeuginneren. Der Hersteller will sicherstellen, dass sich die Oberflächen und Schalter im Fahrzeuginnenraum stets so anfühlen, wie der Kunde es erwartet.Aachen. Ford hat ein Verfahren zur Messung der "gefühlten" Temperatur auf Oberflächen entwickelt. Damit will der Hersteller sicherstellen, dass sich die Oberflächen und Schalter im Fahrzeuginnenraum stets so anfühlen, wie der Kunde es erwartet. Wenn sich aber beispielsweise ein metallener Knopf warm anfühlt, wird die Berührung mit dem Gegenstand von den meisten Menschen als nicht authentisch empfunden. Mit Hilfe der neuen Messmethode will Ford nun die Materialauswahl optimieren und die Haptik dadurch entscheidend verbessern.
Die reale Temperatur von Gegenständen, die weder beheizt noch gekühlt werden, entspricht der der Umgebung. Die "gefühlte" Temperatur, technisch korrekt als Kontakttemperatur bezeichnet, hingegen entsteht durch eine Reizung der Kälterezeptoren in der Haut und bestimmt bei der Berührung eines Gegenstandes das entsprechende Empfinden.
Die Kontakttemperatur kann auf Basis der sogenannten Wärmeeindringzahl berechnet werden. Diese Wärmeeindringzahl beschreibt, mit welcher Intensität die Körperwärme zum berührten Gegenstand abgeführt wird, wodurch die gefühlten Unterschiede entstehen. So leiten beispielsweise Schaumstoffe die Körperwärme kaum ab, Metalle hingegen sehr stark.Fehlende Größe kann nun ermittelt werden
Die Wärmeeindringzahl ist von den meisten Stoffen bekannt. Bei Verbundstoffen mit unterschiedlichen Metallanteilen, sowie bei Lacken und anderen Oberflächen unterschiedlicher Dicke ist dieser Parameter jedoch meist unbekannt. Mit Hilfe einer neuen Apparatur, kann die fehlende Größe nun ermittelt werden. Bisher waren solche Messungen nach Angaben von Ford nur in einem aufwendigen Verfahren möglich, in dem ein Gegenstand von zwei Seiten erfasst werden musste. Die neue Methode hingegen ermöglicht die Messung von nur einer Seite und somit die Anwendung an eingebauten Teilen im Fahrzeug.
Die gemessenen Daten werden anschließend mit den Ergebnissen aus Versuchen mit Probanden abgeglichen und bewertet. Ziel ist dabei letztlich, die Materialauswahl und die Oberflächenbeschaffenheit im Fahrzeuginnenraum weiter zu verbessern und beim Insassen eine angenehme Temperaturempfindung zu schaffen.
Quelle/Copyright: Automobilwoche.de
siehe auch hier: http://www.automobilwoche.de/apps/pbcs.d...


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